Linkin Park können einen langwierigen Prozess vermeiden

Hintergrund:

Der ehemalige Bassist von Linkin Park, Kyle Christner, verklagte die Band im November 2023 wegen ausbleibender Tantiemen für seine Arbeit an der Hybrid Theory EP von 1999.

In der Klage behauptete Christner, er habe an mehreren Songs der EP mitgewirkt und sei an deren Entstehung beteiligt gewesen, habe aber dafür nie die entsprechende Bezahlung oder Anerkennung erhalten. Er erklärte außerdem, dass er fälschlicherweise davon ausgegangen sei, dass seine Bassspuren auf der EP nach seinem Ausscheiden aus der Band neu aufgenommen wurden, aber später seine eigenen Aufnahmen auf der veröffentlichten Version identifiziert habe.

Christner verklagte Linkin Park-Mitglieder Mike Shinoda, Brad Delson, Rob Bourdon und Joseph Hahn sowie das Management der Band und Warner Records auf Schadensersatz, Zahlung rückständiger Tantiemen und Zinsen sowie Deckung seiner Anwaltskosten.

Linkin Park hatte zunächst bestritten, dass Christner an den Aufnahmen mitgewirkt hatte, später aber eingeräumt, dass er auf einigen Demos zu hören ist. Die Band beharrte jedoch darauf, dass er nicht an den eigentlichen Album-Tracks beteiligt war und somit keine Tantiemen für die Neuauflage verdient habe.

Die Einigung:

Linkin Park und Bassgitarrist Kyle Christner haben die vor einem Bundesgericht in Kalifornien angestrengte Lizenzrechtsklage einvernehmlich beigelegt.
Die außergerichtliche Einigung vermeidet einen langwierigen und kostspieligen Prozess.

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir eine gütliche Einigung mit dem Bassgitarristen Kyle Christner erzielt haben“, sagte ein Sprecher von Linkin Park. „Kyle ist ein sehr talentierter Musiker, der zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Jahr 1999 wertvolle Beiträge zu Linkin Park leistete. Er trat mit der Band bei mehreren Shows und vielen Plattenlabel-Showcases auf. Kyle half beim Schreiben und Aufführen vieler Songs aus dieser Zeit, darunter auch einige der Songs auf der Hybrid Theory EP.“

Details der Einigung wurden allerdings nicht veröffentlicht. Es ist unklar, ob Christner die von ihm geforderten Tantiemen und Schadensersatz erhalten hat.

Der Ausblick

Die Klage von Christner hat erneut die Diskussion über die Rechte von ehemaligen Bandmitgliedern an alten Aufnahmen aufgeworfen. Es ist ein komplexes Thema mit keinen einfachen Antworten, und es wird wahrscheinlich noch viele Jahre Gegenstand von Debatten und Rechtsstreitigkeiten bleiben.

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